Die Spiegelkugel – Im Spiegel der Zeit

Die Spiegelkugel ist das klassische Partysymbol. Sie reflektiert das Scheinwerferlicht auf die Tanzfläche, zieht unsere Aufmerksamkeit auf den wichtigsten Platz im Club und zeigt uns: Hier spielt die Musik. Trotz Ihrer Allgegenwärtigkeit im Partyleben, vor allem in den 70er Jahren, ist der genaue Ursprung der Diskokugel relativ unklar. 

 

Die ersten Überlieferungen stammen bereits aus China vor rund einem Jahrtausend. Die Chinesen haben zu dieser Zeit den Effekt des Spiegelns für sich entdeckt. Sie begannen Kugeln, Bälle und auch Glocken mit kleinen Spiegeln und mit Spiegelsplittern zu Bekleben und diese an einem dünnen Faden an der Decke aufzuhängen. Diese Frühformen einer Spiegelkugel kamen hauptsächlich in Chinesischen Tempeln zum Einsatz. Ein leichter Luftzug genügte um die leichten Kugeln in Bewegung zu setzen und mit dem Licht der Kerzen den Raum mit eindrucksvollen Lichtreflexen zu füllen.

 

Bis zu der Nächsten Erwähnung der Spiegelkugel vergehen mehr als 500 Jahre. Am anderen Ende der Welt, Europa, findet die Spiegelkugel wieder Erwähnung bei den großen Festen der Europäischen Herrscher. Mehrere Berichte über große Veranstaltungen, beispielsweise in Sachsen, sprechen von großen Spiegelkugeln auf Obelisken die durch die Beleuchtung die großen Säle mit Licht fluteten.

 

Die Spiegelkugel als Partysymbol wie wir sie heute kennen findet zum ersten Mal seine Erwähnung am Ende des 19. Jahrhunderts. Der erste dokumentierte Einsatz der Spiegelkugel als Discokugel stammt aus dem Jahr 1897, als eine Elektriker-Gewerkschaft aus Charlestown in Massachusetts, in einem Bericht über Ihre Jahresfeier Ihre Dekoration beschreibt. Sie beschreiben eine „Spiegelnde Kugel“ die mit einem Drahtgeflecht in der Mitte des Ballsaales hing und mit vielen Scheinwerfern bestrahlt wurde.

 

Die Blütezeit erlebte die Spiegelkugel in den 70er Jahren mit dem Aufkommen der Clubkultur. Kein Club kam ohne die Spiegelkugel aus. Diese diente vielerorts sogar als Hauptmittel zur Beleuchtung, beim Ausfall dieser wurde der Raum komplett dunkel. Zum Einsatz kamen die Spiegelkugeln in vielen Größen und Formen. Durch die motorisierten Spiegelkugeln entstand auf der Tanzfläche eine einmalige Atmosphäre die mit aufwendiger Bestrahlung optimiert wurde. Mit dem wachsen der Disco-Szene wuchs auch die Beliebtheit der Spiegelkugel. Die Szene breitete sich auf Großstädte wie Philadelphia, Chicago, Montreal oder auch Paris aus und die Spiegelkugel ging mit Ihr. Als allgegenwärtiger Teil der Disco-Szene wurde sie ein integraler Bestandteil der Clubszene.

 

Die große Disco-Ära endete in den frühen 80ern, die Spiegelkugel jedoch überlebte. Sie hatte immer noch Ihren festen Platz über den Tanzflächen der Welt und fand inzwischen auch außerhalb der Discotheken Ihren Einsatz. In den 90ern verschwand die Kugel jedoch nach und nach und fand immer seltener Einsatz. In den frühen 2000er Jahren kehrten die Spiegelkugeln in die Ikonographie des Nachtlebens zurück. Selbst Madonna betrat die Bühne auf Ihrer Confessions-Tour im Jahre 2006 die Bühne regelmäßig aus einer großen Spiegelkugel heraus.

 

Heute ist die Spiegelkugel eine Art Kult-Objekt das in Clubs, Bars und Discotheken aber auch auf Messen oder in Shops gern gesehen wird. Die Spiegelkugel schafft in der heutigen Zeit den Spagat zwischen Retro und Nostalgie zu der Modernen erstaunlich gut. Ein paar wenige Lieferanten haben sich auf die Herstellung und den Vertrieb spezialisiert. Die Firma „Omega National Products“ lieferte Pionierarbeit in der Entwicklung der Spiegelkugel und produzierte weltweit mehr Spiegelkugeln, vor allem in der Blütezeit, als alle anderen Anbieter zusammen.

Wir bei 7even halten viel auf die Spiegelkugel, sie ist eins der wichtigsten Objekte für eine gelungene Stimmung und Atmosphäre. Unser breites Sortiment an Discokugeln und Zubehör findet ihr hier.

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