Die Schallplatte: Eine kleine Geschichte über das schwarze Gold mit den Rillen in der Scheibe

Die Entwicklung des ersten kommerziellen Tonträgers der Geschichte hatte einige Etappen zu nehmen, es gab bereits 1857 erste Versuche von dem Franzosen Édouard-Léon Scott de Martinville. Den Phonographen erfand der Amerikaner Thomas Alva Edison.

Wer hat die Schallplatte erfunden, wie wir Sie kennen?

Die klassische Schallplatte, (Vinyl Tonträger, umgangsprachlich: Scheibe oder Platte) wie wir sie heute kennen und lieben, erfand der aus Hannover stammende Emil Berliner. Kaum einer kennt diesen Namen, was sicherlich auch damit zusammen hängt, dass Emil Berliner bereits 1870 aus Deutschland in die USA auswanderte. Ursprünglich in den USA als Patent eingereicht und kurz darauf in Deutschland, ging aus der Feder von Emil Berliner die Deutsche Grammophon hervor. Trotz aller ersten Versuche von Scott de Martinville und Edison war es Berliner, der die Schallplatte zu dem machte was sie heute ist. 

Wie wird eine Vinyl-Schallplatte hergestellt?

Es gibt nur noch wenige Schallplatten Presswerke, diese sind umso mehr gefragt, denn der Vinyl Hype ist ungebrochen. Generell wird von der Aufnahme (Mastertape) eine Masterplatte erstellt, die zur Herstellung der Massenproduktion nötig ist. Seit den 80er Jahren ist das DMM Verfahren üblich (Direct Metal Mastering). Hier wird als Master (oder Vater genannt) eine Edelstahlplatte mit Kupferbeschichtung produziert, in die Rillen geschnitten werden. Von diesem "Vater" werden nun Negativabzüge erstellt. Nun hat man eine Matrize, mit der die Pressung der gewünschten Auflage produziert werden kann. Als Rohstoff dient PVC, (mit PVA Zusatz) aus dem die wortwörtlich gemeinte "Vinyl-Platte" nun "gepresst" wird. Qualitativ hochwertige Schallplatten haben 180 Gramm, nach ca. 30 Sekunden bei hohem Druck und "Backofentemperatur" entsteht die Platte. Ränder abschneiden, abkühlen, verpacken: Fertig.

Wie ist die Klangqualität einer Platte im Vergleich zur CD, MP3 und anderen Formaten?

Hier scheiden sich die Geister. Messen lässt sich sicherlich, dass eine Super Audio CD (SACD) eine bessere Tonqualität bieten kann. Ein digital aufgenommenes Stück, das ohne Umwege und Verluste über hochwertige Kabel und Lautsprecher abgespielt wird, muss objektiv betrachtet eine bessere Qualität bieten, wie analog auf Vinyl gepresst und über eine Diamantnadel abgespielt. Das lässt sich nicht weg diskutieren. Aber: Subjektiv sieht die Sache schon anders aus. Denn wer kennt es nicht? - Den "warmen" Klang einer Schallplatte, das knistern und diese Dynamik sowie den gefühlten, tiefen, natürlichen Bass. Man könnte es vielleicht so auf den Punkt bringen, dass durch "kleine Fehler", sich der Ton für das menschliche Ohr natürlicher und vertrauter anhört, wie eine glasklare digitale Wiedergabe. Es lässt sich objektiv nicht klären, warum man sich bei Film und Fernseh keinen analogen Empfang mehr wünscht. Da kann es nicht "ultra HD" genug sein! Bei der Musik jedoch hat alles Analoge einen ganz bestimmten Charme, den Musikliebhaber zu schätzen wissen. Selbst Steve Jobs soll mal gesagt haben, er verstehe es nicht, wie Leute keine Schallplatten hören können. Er war trotz der Erfindung des iPods ein großer Schallplatten-Fan.  

Der Schallplatten Markt heute

In den 90ern und 2000ern gab es noch hunderte Plattenläden, vorallem für Szenemusik wie Techno, House, Hip Hop und die vielen kleinen Sub-Genres. Nahezu jede halbwegs große Stadt hatte mindestens einen Laden für das schwarze Gold. Es gibt noch immer Plattenläden, jedoch sind diese durchaus rar geworden. Mit dem Aufkommen der Internetshops wurden diese mehr und mehr verdrängt. Auch in der DJ Szene spielt die Schallplatte nicht mehr die Hauptrolle, da die meisten DJ´s mittlerweile mit MP3, Controller und Laptop auflegen. Dennoch ist der Schallplattenmarkt seit Jahren am wachsen. Mittlerweile findet man selbst in großen, kommerziellen Märkten wieder Schallplatten. Es hat sich eine große Fangemeinde gebildet, die in erster Linie Schallplatten sammelt oder einfach auf den analogen Genuss nicht verzichten möchte. Der Gebrauchtmarkt ist über Plattformen wie Discogs.com weltweit vernetzt. Wer`s auch im Kaufen und Verkaufen gern analog hat, der findet in größeren Städten regelmäßig Plattenbörsen. 

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